Südöstliche Region, Valletta 4 Schlafplätze, 2 Schlafzimmer, (neu)
Auf einer sonnendurchfluteten Halbinsel im Herzen des Mittelmeers gelegen, fühlt sich Valletta fast zu filmreif an, um echt zu sein. Die befestigte Hauptstadt Maltas liegt eindrucksvoll zwischen zwei natürlichen Häfen: dem Grand Harbour im Osten und dem Marsamxett Harbour im Westen. Mit gerade einmal 0,61 Quadratkilometern ist Valletta die kleinste Hauptstadt der EU. Was ihr an Größe fehlt, macht sie mit Charakter, Geschichte und Seele mehr als wett.
Malta selbst ist ein Archipel, etwa 93 Kilometer südlich von Sizilien und rund 290 Kilometer von der nordafrikanischen Küste entfernt. Die Hauptinsel hat ein mediterranes Klima mit heißen Sommern, milden, feuchten Wintern und langen, warmen Sommermonaten. Die Durchschnittstemperaturen reichen von etwa 16°C im Januar bis rund 32°C im August. Damit ist Malta das ganze Jahr über attraktiv für Besucher aus den USA, dem UK, DE, FR, BE, IE und AUS.
Der Eingang zum legendären Grand Harbour von Valletta wird von zwei historischen Leuchttürmen bewacht, die seit Generationen Seeleute durch diese geschichtsträchtigen Gewässer führen. Der St.-Elmo-Leuchtturm steht auf dem westlichen Wellenbrecher. Sein grünes Licht ist ein unverkennbares Zeichen an der Spitze der befestigten Halbinsel. Er gehört zum größeren Fort-St.-Elmo-Komplex, der seit dem 16. Jahrhundert eine zentrale Rolle in der Verteidigung Maltas spielt.
Direkt gegenüber, auf der Ostseite der Hafeneinfahrt neben Fort Ricasoli, steht sein Zwilling. Der neun Meter hohe, sich nach oben verjüngende Steinturm trägt ein schnell blinkendes rotes Licht und ist bis heute ein aktives Navigationshilfsmittel.
Die beiden Leuchttürme auf den Wellenbrechern erzählen ihre ganz eigene Geschichte. Jahrzehntelang standen beide Türme ohne ihre ursprünglichen Laternen, stille Zeugen der Zeit. Im Jahr 2012 wurden originalgetreue Nachbauten der Laternen installiert und die maritimen Wächter in ihren früheren Glanz zurückversetzt.
Der Wellenbrecher selbst wurde Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut, als die britische Admiralität mit dem Bau von Schutzanlagen für den Grand Harbour begann. Er besteht aus Kalkstein und Beton und setzt sich aus zwei Abschnitten zusammen, an deren Enden jeweils ein Leuchtturm steht. Der Zugang zum St.-Elmo-Leuchtturm erfolgt über die St.-Elmo-Brücke, eine einfeldrige Fußgängerbrücke aus Stahl mit Bogenfachwerk, die 2011 bis 2012 errichtet wurde. Sie steht an der Stelle einer früheren Brücke aus dem Jahr 1906, die 1941 im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.
Interessant ist auch, dass sich früher ein weiterer Leuchtturm direkt innerhalb von Fort St. Elmo befand. Dieser wurde 1940 aus Sicherheitsgründen abgerissen, da er feindlichen Flugzeugen im Zweiten Weltkrieg als Orientierungspunkt hätte dienen können. Das Fort selbst wurde im 17. und 18. Jahrhundert erweitert, unter anderem um Kasernen, eine Kirche und einen Leuchtturm.
Das maltesische Wort für Leuchtturm lautet „fanal“. Alle Leuchttürme des Archipels werden von Transport Malta betrieben und gewartet. Neben Valletta kannst du auch den Delimara-Leuchtturm an der südöstlichsten Spitze Maltas besuchen. Er ist der einzige Leuchtturm des Landes mit Fresnel-Linsen. Dieser abgelegene Leuchtturm wurde restauriert und bietet heute Übernachtungsmöglichkeiten über den National Trust of Malta (Din l-Art Helwa).
Einen Leuchtturm für deinen Urlaub in Malta zu buchen, ist weit mehr als nur eine Unterkunft. Hier erfährst du, warum Valletta und seine Umgebung perfekt für Leuchtturm-Fans sind:
Während die meisten Besucher die Upper Barrakka Gardens ansteuern, entdecken nur wenige die Lower Barrakka Gardens am anderen Ende der Stadt. Dieser Park direkt am Hafen beherbergt einen dorischen Tempel zu Ehren von Sir Alexander Ball, dem britischen Marineoffizier, der Malta 1800 von den Franzosen eroberte. Besonders schön ist der Blick auf den Hafen bei Sonnenuntergang.
Ein weiterer eher unbekannter Ort ist der Dachgarten des Valletta Design Cluster. Auf 495 Quadratmetern findest du hier eine grüne Oase über einem ehemaligen Schlachthof, der heute Studios, Werkstätten und Ausstellungsräume beherbergt.
Valletta verdankt seine Existenz der Großen Belagerung von 1565, als die Johanniter Malta erfolgreich gegen das Osmanische Reich verteidigten. Der siegreiche Großmeister Jean de Valette begann sofort mit dem Bau einer neuen befestigten Stadt. Papst Pius V. entsandte den Militärarchitekten Francesco Laparelli, während Philipp II. von Spanien umfangreiche finanzielle Unterstützung leistete. Der Grundstein wurde am 28. März 1566 gelegt.
Die barocke Architektur, das schachbrettartige Straßennetz und die massiven Befestigungsanlagen spiegeln die Vision der Ritter einer uneinnehmbaren Festung wider. Besonders eindrucksvoll ist die St. John’s Co-Cathedral, die zwischen 1573 und 1578 erbaut wurde. Ihre schlichte, fast wehrhafte Fassade lässt kaum erahnen, wie überwältigend prunkvoll ihr Inneres ist, wo jede Wand, jede Säule und jedes Gewölbe reich verziert ist.
Die Fortbewegung auf Malta ist unkompliziert. Es gibt ein dichtes Busnetz, und seit 2022 ist der öffentliche Nahverkehr für maltesische Einwohner kostenlos. Besucher können sich eine Tallinja Card kaufen, mit der du günstig über die Inseln kommst. Fähren verbinden den Grand Harbour von Valletta mit den Three Cities sowie mit Gozo, der ruhigeren Schwesterinsel Maltas.
Malta ist seit 2004 Mitglied der EU und nutzt den Euro als offizielle Währung. Englisch und Maltesisch sind Amtssprachen, sodass die Verständigung für Besucher aus englischsprachigen Ländern besonders leicht ist.
Wenn du Valletta einmal verlassen möchtest, lohnt sich ein Ausflug in die mittelalterliche Festungsstadt Mdina, die einen Blick auf Malta vor der Zeit der Ritter bietet. Das prähistorische Hal Saflieni Hypogeum und die Tempel von Tarxien geben Einblicke in die früheste Geschichte der Insel. Auch das malerische Fischerdorf Marsaxlokk mit seinen bunten traditionellen Booten, den Luzzu, ist perfekt für einen Tagesausflug.
Ein Aufenthalt in einem Leuchtturm auf Malta bietet etwas, das kein Hotel ersetzen kann: eine Verbindung zu Jahrhunderten maritimer Geschichte, das Rauschen der mediterranen Wellen und die Romantik eines Lichts, das unzählige Schiffe sicher nach Hause geleitet hat. Ob für ein Wochenende oder eine längere Auszeit, die Leuchttürme rund um Valletta versprechen ein unvergessliches Erlebnis, bei dem Geschichte, Natur und der zeitlose Rhythmus des Meeres zusammenkommen.
Buche jetzt einen Leuchtturm und lass Maltas goldene Steine und azurblaues Wasser zur Kulisse für deinen bisher schönsten Urlaub werden.