Filter anzeigen

Leuchtturm vermietung Austevoll - 1 Leuchtturm

Empfohlen Neuste Preis: niedrig bis hoch Preis: hoch bis niedrig Anzahl der Bewertungen Am besten bewertet Sofortige Buchung möglich
Miete von
$3,158
Pro Nacht

Marstein Lighthouse

NO, Norwegen, Vestland, Austevoll 21 Schlafplätze, 9 Schlafzimmer, (neu)

Kennen Sie einen Leuchtturm-besitzer in Austevoll? Laden Sie ihn / sie ein und verdienen Sie 100 €.
Kennen Sie einen Leuchtturm-besitzer in Austevoll?
Laden Sie ihn / sie ein und verdienen Sie 100 €.
Gastgeber einladen

Wo die Nordsee auf einen unberührten Schärengarten trifft: Austevoll, Norwegen

Stell dir vor, du wachst in einem Leuchtturm auf einer windgepeitschten kleinen Insel auf, umgeben von der rohen Kraft der Nordsee, mit 667 Inseln, die sich bis zum Horizont erstrecken. Das ist Austevoll, ein echter Geheimtipp im norwegischen Vestland, der ein Leuchtturmerlebnis bietet, das du so nirgendwo sonst findest.

Austevoll ist eine Kommune und ein Archipel südlich von Bergen in Westnorwegen. Das Verwaltungszentrum ist das Dorf Storebø auf der Insel Huftarøy. Mit rund 5.283 Einwohnern insgesamt und etwa 1.588 Menschen in Storebø bietet dieser Ort die perfekte Balance zwischen guter Infrastruktur und wohltuender Abgeschiedenheit. Die Entfernung von Austevoll nach Oslo beträgt rund 307 Kilometer, doch es fühlt sich an wie eine ganz andere Welt fernab vom Stadtleben.

Marstein Leuchtturm: Wächter des Korsfjords seit 1877

Auf einer kleinen, windumtosten Insel am Eingang des Korsfjords steht der Marstein Leuchtturm und weist Seefahrern seit fast 150 Jahren sicher den Weg nach Bergen und in den Hardangerfjord. Der Leuchtturm liegt auf der kleinen Insel Store Marstein, westlich von Stora Kalsøy, und markiert einen entscheidenden Navigationspunkt für Schiffe auf dem Weg zur größten Stadt Westnorwegens.

Eine Geschichte geprägt von Stürmen und Kriegen

Die Geschichte von Marstein beginnt Anfang des 19. Jahrhunderts, als erstmals vorgeschlagen wurde, den Ort als Tagesmarke zu kennzeichnen. 1838 wurde ein Steinhaufen mit Kreuz errichtet. Als Dampfschiffe nach und nach Segelschiffe ersetzten und der Schiffsverkehr zunahm, reichte die Bergen Skipperforening 1868 einen offiziellen Antrag für den Bau eines richtigen Leuchtturms ein. Der Bau begann 1875, und am 1. Oktober 1877 wurde das Licht zum ersten Mal entzündet.

Der ursprüngliche Leuchtturm hatte die Form eines achteckigen Prismas. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Insel und der Leuchtturm von deutschen Truppen besetzt, die seine strategische Bedeutung als westlichsten Punkt rund um Bergen erkannten. Die Besatzung hinterließ deutliche Spuren, darunter Bombenschäden, die den ursprünglichen Turm so stark beschädigten, dass er schließlich abgerissen werden musste.

Der heutige Leuchtturm besteht aus einem 17 Meter hohen, quadratischen, weißen Mauerwerksturm mit rotem Dach sowie einem eingeschossigen Servicegebäude. Das Licht befindet sich auf 37,5 Metern über dem Meeresspiegel und ist aus etwa 11 Seemeilen, also rund 20 Kilometern, sichtbar.

Was Marstein so einzigartig macht

Marstein liegt an einem der wetterexponiertesten Orte der norwegischen Küste. Die Leuchtturmwärter, die hier mit ihren Familien lebten, mussten besonders in den Wintermonaten völlig autark sein, da Stürme Versorgungsfahrten unmöglich machten. Die kleine Insel ist bekannt für extreme Wetterbedingungen, mit Wellen, die selbst an ruhigen Tagen unaufhörlich gegen die Ostseite der Insel schlagen.

Im Januar 2005, während des Sturms Inga, durchbrach eine gewaltige Welle die Schutzmauer und zerstörte das Wohnhaus des Leuchtturmwärters. Der Leuchtturm wurde 1987 automatisiert und ist seit 2002 unbemannt. Nach den Sturmschäden kaufte die Gemeinde Austevoll den Leuchtturm im Jahr 2005. Nach der Restaurierung wurde das ehemalige Wohnhaus im Hochsommer 2010 für Besucher geöffnet.

Der Name Marstein leitet sich vermutlich von markstein ab, was Grenzstein bedeutet. Ein passender Name für dieses Wahrzeichen, das die Grenze zwischen offenem Ozean und Fjord markiert.

Warum Austevoll dein nächstes Leuchtturm-Abenteuer sein sollte

  • Abgelegen, aber gut erreichbar: Trotz des Gefühls von Isolation ist Austevoll von Bergen aus leicht zu erreichen. Fähren und Schnellboote verkehren regelmäßig, und vom Strandkai-Terminal in Bergen bist du in weniger als einer Stunde per Boot in Bekkjarvik. Mit dem Auto dauert die Fahrt inklusive einer 35-minütigen Fährüberfahrt von Krokeide nach Hufthammar etwa 1,5 Stunden.
  • Ein Archipel wie aus dem Bilderbuch: Austevoll umfasst 667 Inseln, Inselchen und Schären, von denen 11 ganzjährig bewohnt sind. Auf mehr als 30 Inseln gibt es Ferienhäuser, und viele der größeren Inseln sind durch Brücken miteinander verbunden.
  • Gastronomie auf Weltniveau: Das Bekkjarvik Gjestgiveri aus dem 17. Jahrhundert empfängt seit über 300 Jahren Gäste. Das Restaurant wird von den Zwillingsbrüdern Ørjan und Arnt Johannessen geführt. Ørjan gewann 2015 die renommierte Bocuse d'Or Weltmeisterschaft in Lyon, während Arnt 2014 vom norwegischen Köcheverband zum Koch des Jahres gekürt wurde.
  • Nachhaltiges Reiseziel: Austevoll gehört zu Sunnhordland, das das Qualitätssiegel Nachhaltiges Reiseziel trägt. Es steht für verantwortungsvollen Tourismus, der lokale Gemeinschaften, Natur und kulturelles Erbe schützt.

Jenseits des Leuchtturms: Versteckte Schätze und lokale Geheimtipps

Top 5 weniger bekannte Aktivitäten in Austevoll

  1. Spaziergang auf dem Nordseeweg auf Stolmen: Dieser 3,6 Kilometer lange Weg folgt der alten Straße von Kvalvåg nach Våge und führt mit Abstechern nach Såto, dem höchsten Punkt von Stolmen. Während des Zweiten Weltkriegs errichteten die Deutschen hier eine Radarstation. Überreste der Anlage geben noch heute Einblicke in die Kriegszeit. Halte Ausschau nach dem beleuchteten Globe-Denkmal auf dem 60. Breitengrad Nord.
  2. Nothengja in Bekkjarvik entdecken: Dies ist die größte erhaltene Halle zum Ausbessern und Lagern von Netzen entlang der norwegischen Küste. Früher wurden hier Taue und Segel mit Rindenlösungen imprägniert. Ein spannender Einblick in das traditionelle maritime Leben.
  3. Wanderung über die Kongsen Sherpa-Stufen: Die Steinstufen der Kongskleiva führen durch Heide- und Wacholderlandschaft. Oben erwarten dich ein steinzeitlicher Grabhügel und ein weiter Blick über den Schärengarten.
  4. Møkster Insel für Seeadler besuchen: Diese kleinere Insel bietet schöne Strände, tolle Wandermöglichkeiten und gute Chancen, majestätische Seeadler am Himmel zu beobachten.
  5. Die Meeresforschungsstation entdecken: In Austevoll befindet sich eine Station des Instituts für Meeresforschung, die die enge Verbindung der Region zu Aquakultur und nachhaltiger Fischerei widerspiegelt. Austevoll Seafood ASA mit Sitz in Storebø gehört zu den weltweit führenden Unternehmen in der pelagischen Fischerei und Meeresfrüchteverarbeitung.

Der preisgekrönte Hafen von Bekkjarvik

Der Hafen von Bekkjarvik wurde bereits dreimal zum besten Hafen Norwegens gekürt und ist ein Reiseziel für sich. Das historische Fischerdorf begeistert mit schönen alten Gebäuden und Kais. Der Gästehafen bietet geschützte Liegeplätze für Bootsfahrer. Der Park in Bekkjarvik mit Blumenbeeten, Teichen, Rasenflächen und gut ausgebauten Wegen lädt zu einem entspannten Nachmittag ein.

Anreise nach Austevoll: Dein Weg beginnt hier

Der Flughafen Bergen Flesland ist der nächstgelegene größere Flughafen und macht Austevoll auch für internationale Reisende aus den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Belgien, Irland, Australien und vielen weiteren Ländern gut erreichbar. Vom Stadtzentrum Bergen aus hast du folgende Möglichkeiten:

  • Mit dem Schnellboot: Abfahrt vom Strandkaiterminalen nach Bekkjarvik, Fahrzeit etwa 50 Minuten
  • Mit Auto und Fähre: Fahrt zum Fährterminal Krokeide (30 Minuten von Bergen), Fähre nach Hufthamar (35 Minuten Überfahrt), anschließend Weiterfahrt

Brücken und gut ausgebaute Straßen verbinden die Hauptinseln. Da die größten Inseln durch beeindruckende Brücken miteinander verbunden sind, ist Austevoll mittlerweile auch ein ideales Gebiet zum Radfahren.

Die beste Zeit für deinen Leuchtturm-Aufenthalt

Austevoll kann das ganze Jahr über besucht werden, wobei Frühling, Sommer und Herbst am besten für Aktivitäten im Freien geeignet sind. Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz:

  • Sommer: Lange Tage mit dem Schimmer der Mitternachtssonne, ideal zum Kajakfahren, Baden im Freizeitgebiet Krossøy und Wandern
  • Herbst: Dramatisches Wetter, weniger Besucher und das wohl authentischste Leuchtturm-Erlebnis mit Stürmen über der Nordsee
  • Winter: Absolute Abgeschiedenheit und Nordlichter, die über den Himmel tanzen
  • Frühling: Blühende Wildblumen und die Rückkehr der Zugvögel

Die Landschaft ist sanft hügelig, mit dem höchsten Punkt Loddo auf 243,5 Metern. Mehrere Wanderwege führen hinauf, wo dich ein Aussichtsturm und die Tageshütte Adlesi erwarten. Entlang der Küste streifen wilde Schafe umher und verleihen dieser Seefahrergemeinde ihren besonderen Charme.

Ein Leuchtturm-Aufenthalt, der dich mit Norwegens maritimer Geschichte verbindet

Norwegen war eines der ersten Länder weltweit, das 1997 einen nationalen Schutzplan für Leuchttürme einführte. Zwischen 1656 und 1932 wurden entlang der Küste 209 Leuchttürme gebaut. Diese Bauwerke sind ein wichtiger Teil der nationalen Identität, eng verbunden mit der Geschichte der Seefahrt. Heute bieten rund 60 Leuchttürme entlang der norwegischen Küste Übernachtungsmöglichkeiten.

Die norwegische Küste ist inklusive aller Inseln und Buchten über 100.915 Kilometer lang. Leuchttürme wie Marstein spielten eine entscheidende Rolle dabei, Schiffe sicher durch gefährliche Gewässer zu lotsen und Generationen von Seeleuten zu schützen. Ein Aufenthalt in einem Leuchtturm in Austevoll verbindet dich direkt mit diesem stolzen maritimen Erbe.

Buche jetzt deinen Leuchtturm und erlebe die Seele Westnorwegens, wo die gewaltige Kraft des Meeres auf Geschichte trifft und Erinnerungen entstehen, die ein Leben lang bleiben.

Support