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Wenn du an Leuchttürme denkst, kommen dir wahrscheinlich windgepeitschte Klippen und tosende Atlantikwellen in den Sinn. Aber was würdest du sagen, wenn eines der überraschendsten Leuchtturmziele Mitteleuropas in einem Land ohne einen einzigen Kilometer Küste liegt? Ungarn, ein Binnenstaat im Karpatenbecken, beherbergt Navigationslichter und Leuchtturmstrukturen, die die Ufer des Balaton bewachen und einst die mächtige Donau im Blick hatten. Buche einen Leuchtturm in Ungarn und freu dich auf einen Urlaub, der wirklich jeden erstaunen wird, dem du davon erzählst.
Ungarn ist ein Binnenland in Mitteleuropa mit einer Fläche von etwa 93.030 Quadratkilometern. Von Nord nach Süd misst es rund 250 km, von Ost nach West etwa 524 km. Es grenzt an sieben Länder: SK, UA, RO, RS, HR, SI und AT. Die wichtigsten Flüsse sind Donau und Theiß, wobei die Donau auf 418 Kilometern durch Ungarn schiffbar ist. Das Land ist überwiegend flach, rund 50 % bestehen aus Ebenen. Der höchste Punkt ist der Kékes im Mátra-Gebirge nordöstlich von Budapest mit 1.014 Metern. Ungarn hat etwa 9,6 Mio. Einwohner, Hauptstadt und kulturelles Zentrum ist Budapest.
Trotz fehlendem Meerzugang besitzt Ungarn den größten See Mitteleuropas: den Balaton. Oft als "Ungarisches Meer" bezeichnet, ist er etwa 77 km lang, rund 600 Quadratkilometer groß und erreicht im Sommer Wassertemperaturen bis 25 °C. Das hügelige Nordufer ist bekannt für seine historische Atmosphäre und Weinregionen, während das flache Südufer mit beliebten Badeorten punktet.
Ungarn hat keine Ozeantürme, doch seine Leuchttürme und Navigationslichter sind eng mit einer der beliebtesten Binnenwasserstraßen Europas verbunden. Seit der Gründung der Balaton-Dampfschifffahrtsgesellschaft im Jahr 1846 ist der Balaton ein wichtiger Schifffahrtsort. Städte wie Siófok und Fonyód entwickelten sich zu geschäftigen Häfen, weshalb Navigationslichter nötig wurden, um Schiffe sicher in den Hafen zu führen, besonders bei den berüchtigt plötzlichen Stürmen auf dem See.
In den Hafenbereichen von Fonyód und Siófok stehen Molenlichter, die seit über einem Jahrhundert für sichere Einfahrt sorgen. Die Mole von Fonyód, mit 464 Metern die längste am Balaton, wurde 1898 erbaut und 1906 mit einer Wellenbrecherfunktion modernisiert. Sie führt von einem Park hinaus auf den See mit Blick auf die vulkanischen Hügel des Nordufers.
Das vielleicht faszinierendste Kapitel der ungarischen Leuchtturmgeschichte gehört Budapest. Auf der Petőfi-Brücke, damals Horthy-Miklós-Brücke genannt, stand einst ein Leuchtturm, 1937 zu Ehren der Seeleute der ehemaligen k.u.k. Kriegsmarine errichtet. Im Januar 1945 sprengten sich zurückziehende deutsche Truppen während der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs die Brücke samt Leuchtturm. Die Brücke wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut, der Leuchtturm jedoch nicht. So blieb er ein bewegendes Stück verlorenen maritimen Erbes im Herzen einer Binnenhauptstadt.
In einem Leuchtturm in Ungarn zu übernachten ist der perfekte Gesprächsstarter. Darum solltest du es ganz oben auf deine Reiseliste setzen:
Ungarn hat weit mehr zu bieten, als viele erwarten. Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten Budapests entdeckst du hier Kultur, Natur und Geschichte in beeindruckender Vielfalt.
In Ungarn zahlst du mit dem Forint (HUF), auch wenn in touristischen Gegenden oft Euro oder Kartenzahlung akzeptiert werden. Amtssprache ist Ungarisch, eine uralische Sprache, die mit den meisten europäischen Sprachen nicht verwandt ist. In touristischen Regionen sprechen viele Menschen Englisch oder Deutsch, besonders die jüngere Generation ist häufig mehrsprachig.
Der internationale Flughafen Budapest Ferenc Liszt ist das wichtigste Drehkreuz mit Direktverbindungen in viele Städte Europas, der USA und darüber hinaus. Von Budapest fahren regelmäßig Züge zu wichtigen Orten am Balaton wie Siófok oder Balatonfüred, die Fahrt dauert ein bis zwei Stunden. Mit einem Mietwagen erkundest du bequem das Balaton-Oberland, das Mátra-Gebirge oder die Hortobágy-Puszta.
Die ungarische Küche ist herzhaft und aromatisch. Probier unbedingt Gulasch, hier eine würzige Paprikasuppe und kein Eintopf, Lángos mit Sauerrahm und Käse, eine Balaton-Spezialität, sowie Baumkuchen, auch Kürtőskalács genannt. Weinliebhaber finden hier Qualität auf dem Niveau Westeuropas zu einem Bruchteil des Preises, etwa Furmint, Olaszrizling, Kéknyelű und Egri Bikavér.
Ein Leuchtturm in Ungarn ist mehr als nur eine Unterkunft. Er ist dein Zugang zu einem der unterschätztesten Länder Europas: ein Land voller Thermalquellen, vulkanischer Weinberge, weiter Graslandschaften und eines Sees, den die Ungarn ihr Meer nennen. Buche jetzt deinen Leuchtturm und mach deinen nächsten Urlaub zu etwas wirklich Außergewöhnlichem.