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Leuchtturm vermietung Litauen

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Litauen: Wo baltische Winde ein Land aus Licht formten

Stell dir ein Land vor, in dem uralte Sanddünen ganze Dörfer verschlucken, in dem Millionen Zugvögel im Herbst den Himmel verdunkeln und in dem Leuchttürme seit Jahrhunderten eine der dramatischsten Küsten Europas bewachen. Litauen, der größte der drei baltischen Staaten, ist ein echter Geheimtipp für Reisende, die etwas wirklich Besonderes suchen. Und wenn du einen Leuchtturm in Litauen buchen willst, mach dich auf Überraschungen gefasst.

Ein Land zwischen Lagune und Meer

Litauen liegt an der südöstlichen Küste der Ostsee in Nordosteuropa. Mit rund 65.300 Quadratkilometern ist es etwas größer als Belgien oder Dänemark. Es grenzt im Norden an Lettland, im Osten und Süden an Belarus, im Süden an Polen und im Südwesten an die russische Exklave Kaliningrad. Trotz seiner überschaubaren Größe ist die Landschaft erstaunlich vielfältig: Von Gletschern geformte Ebenen ziehen sich durch den Westen, während im Osten und Südosten Moore, Seen und die bewaldeten Baltischen Höhen aufragen. Etwa 3.000 Seen und rund 800 Flüsse durchziehen das Land, allen voran die Memel (Nemunas), die sich durch das Herz Litauens schlängelt.

Die Küstenlinie Litauens ist etwa 90 bis 100 Kilometer lang. Davon liegen nur rund 39 Kilometer direkt an der offenen Ostsee, der Rest ist durch die beeindruckende Kurische Nehrung geschützt, eine schmale Sandhalbinsel, die das Kurische Haff vom Meer trennt. Das Klima ist ein Übergang zwischen maritim und kontinental. Die Sommer sind angenehm mild mit Durchschnittstemperaturen von 17 bis 18 Grad Celsius, die Winter können kalt und schneereich sein. Gezahlt wird mit dem Euro, was es für die meisten europäischen Besucher unkompliziert macht.

Das Zentrum eines ganzen Kontinents

Eine Tatsache, die viele überrascht: 1989 stellte das französische Institut Géographique National fest, dass das geografische Zentrum Europas nur 26 Kilometer nördlich von Vilnius, der Hauptstadt Litauens, liegt. Ein weißes Granitmonument mit einem Sternenkranz markiert den Punkt nahe dem Dorf Purnuskes, anerkannt im Guinness-Buch der Rekorde. Auch andere Länder erheben Anspruch auf diesen Titel, doch die litauische Variante gehört zu den meistzitierten. Ein starkes Symbol: Ein Land, das viele kaum auf der Karte finden, liegt mitten im Herzen Europas.

Wächter der Kurischen Küste: Litauens Leuchttürme

Litauen besitzt eine kleine, aber faszinierende Sammlung von Leuchttürmen, vor allem entlang der Ostseeküste und rund um das Kurische Haff. Jeder von ihnen erzählt eine Geschichte, geprägt von Jahrhunderten Seefahrtsgeschichte, zwei Weltkriegen und dem Einfallsreichtum der Menschen, die von ihnen abhängig waren. Diese Leuchttürme prägen Litauens Küste.

Leuchtturm Klaipeda: das älteste Seezeichen an dieser Küste

Der Leuchtturm Klaipeda ist der älteste des Landes und wurde ursprünglich 1796 erbaut. Sein erstes Licht leuchtete am 1. September desselben Jahres und machte ihn zum drittältesten Leuchtturm an der gesamten Ostseeküste nach Danzig und Travemünde. Das ursprüngliche Lichtsystem bestand aus sechs Bronze-Reflektoren mit einer Reichweite von nur vier Kilometern. 1819 wurde es auf dreizehn versilberte Messingreflektoren mit Kerosinlampen erweitert, wodurch das Licht über 30 Kilometer weit sichtbar war. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Turm vollständig zerstört und 1953 wieder aufgebaut. Heute ist er 44 Meter hoch, sein Signal reicht 33 Kilometer weit. Nur ein vier Meter hoher Sockel stammt noch aus dem 18. Jahrhundert. Der Leuchtturm liegt etwa 500 Meter von der Ostseeküste entfernt in Klaipeda, der drittgrößten Stadt Litauens und dem einzigen großen Seehafen des Landes.

Leuchtturm Nida: das höchste Licht Litauens

Auf dem Urbo-Hügel auf der Kurischen Nehrung steht der Leuchtturm Nida, das höchstgelegene Seezeichen Litauens. Der heutige Betonturm wurde 1953 nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg errichtet. Er ist 29 Meter hoch, liegt durch seine erhöhte Lage jedoch 79 Meter über dem Meeresspiegel. Sein weißes Licht ist bis zu 41 Kilometer weit sichtbar. Der erste Leuchtturm an dieser Stelle wurde am 24. Oktober 1874 in Betrieb genommen. Die steinernen Stufen zum Turm wurden 1870 bis 1871 von französischen Kriegsgefangenen gebaut, die dort von der deutschen Armee eingesetzt wurden. Der Turm diente auch als Sturmwarnstation. Sein Blinkrhythmus ist einzigartig an der Ostsee: zwei kurze Blitze von 0,2 Sekunden, gefolgt von 4,2 Sekunden Pause. In der Hauptsaison kannst du die Wendeltreppe hinaufsteigen und von der offenen Terrasse über die Nehrung und die Ostsee blicken.

Leuchtturm Juodkrante: erhöht durch den Hexenberg

Der 1950 errichtete Leuchtturm Juodkrante ist ein quadratischer Stahlgitterturm mit weißer Tagesmarke und roter Galerie. Er ist nur 20 Meter hoch, doch seine Lage auf dem Hexenberg hebt ihn auf 75 Meter über dem Meeresspiegel, wodurch sein Licht 33 Kilometer weit reicht. Der Turm ist weiterhin in Betrieb. Der Hügel ist zudem ein bekannter Skulpturenpark mit handgeschnitzten Holzfiguren aus der litauischen Sagenwelt.

Leuchtturm Vente: wo die Vögel das Sagen haben

An der Spitze einer windgepeitschten Landzunge am Ostufer des Kurischen Haffs steht der Leuchtturm Vente. Der erste hölzerne Turm wurde 1837 errichtet, um vor einer gefährlichen Sandbank zu warnen. Der heutige, 11 Meter hohe Backsteinturm stammt aus dem Jahr 1852. Berühmt ist der Ort vor allem wegen der ornithologischen Station, die 1929 vom Zoologen Tadas Ivanauskas gegründet wurde. Es ist eine der ältesten noch aktiven Vogelberingungsstationen Europas, mit fast 2,5 Millionen beringten Vögeln. Hier verläuft eine der wichtigsten Zugrouten Nordeuropas. Von der Aussichtsplattform siehst du die goldenen Dünen von Nida und die Weite der Kurischen Nehrung.

Leuchtturm Pervalka: mitten im Haff

Der Leuchtturm Pervalka steht nicht an Land, sondern auf einer kleinen künstlichen Insel, 260 Meter vom Ufer des Kurischen Haffs entfernt. Der 14 Meter hohe Turm weist seit über hundert Jahren Fischern den Weg und ist heute voll automatisiert. Sein Licht reicht 13 Kilometer weit. Seine Lage im Wasser macht ihn zu einem der ungewöhnlichsten Seezeichen Litauens.

Leuchtturm Uostadvaris: ein Denkmal der Technikgeschichte

Der 18 Meter hohe Leuchtturm Uostadvaris wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf der Insel Rusne errichtet, an einem wichtigen Schifffahrtspunkt gegenüber der Mündung der Minija im Memeldelta. Heute erfüllt er keine Navigationsfunktion mehr, ist jedoch als technisches Denkmal erhalten und dient als Aussichtsturm.

Warum einen Leuchtturm in Litauen buchen?

Litauens Leuchttürme sind mehr als hübsche Türme. Sie sind lebendige Zeugen der baltischen Seefahrtsgeschichte, eingebettet in einige der ungewöhnlichsten und ursprünglichsten Landschaften Europas. Darum lohnt sich ein Leuchtturm-Aufenthalt:

  • Die Kurische Nehrung ist UNESCO-Welterbe mit den höchsten Wanderdünen Nordeuropas. Die Parnidis-Düne erreicht 52 Meter, Wälder bedecken rund 72 Prozent der Fläche. Hier wachst du mitten in einem geschützten Naturwunder auf.
  • Litauen ist noch immer angenehm wenig überlaufen. Du teilst dir Sonnenuntergänge nicht mit Menschenmassen, und auch im Restaurant findest du entspannt einen Tisch. Die Ruhe gehört zum Erlebnis.
  • Gezahlt wird mit dem Euro. Essen, Transport und Eintritte sind deutlich günstiger als in Westeuropa.
  • Das Land ist gut angebunden. Vilnius und Kaunas haben internationale Flughäfen mit vielen Direktverbindungen. Klaipeda erreichst du von Vilnius in etwa vier Stunden mit Zug oder Auto.
  • In einem Leuchtturm zu übernachten bedeutet, Geschichte hautnah zu erleben und von Natur umgeben zu sein, die sich fast unberührt anfühlt.

Mehr als nur Leuchttürme: Was du in Litauen erleben kannst

Litauen hat mehr zu bieten, als du vielleicht erwartest. Neben den Leuchttürmen warten diese Highlights auf dich.

Spaziergang durch Europas Sahara

Die Kurische Nehrung wird nicht umsonst die Sahara Litauens genannt. Die Parnidis-Düne bei Nida ist eine gewaltige Sandlandschaft, die sich mit dem Wind bewegt und im Laufe der Jahrhunderte ganze Dörfer begraben hat. Auf ihrem Gipfel steht eine Granit-Sonnenuhr. Ein 50 Kilometer langer Radweg führt durch Kiefernwälder, vorbei an stillen Stränden und durch traditionelle Fischerdörfer mit ihren bunten Holzhäusern.

Die Republik Uzupis entdecken

Mitten in Vilnius, jenseits der Vilnia, liegt Uzupis, ein kreatives Viertel, das sich am 1. April 1997 zur unabhängigen Republik erklärte. Es gibt eine eigene Verfassung, eigene Flagge und sogar einen Schutzengel. In den Gesetzen steht etwa: Jede Person hat das Recht, einzigartig zu sein. Skurril, kreativ und absolut charmant.

Zwischen 300.000 Kreuzen stehen

Der Berg der Kreuze bei Siauliai ist einer der eindrucksvollsten Pilgerorte Europas. Hunderttausende Kreuze bedecken einen kleinen Hügel. Während der Sowjetzeit war jedes neu aufgestellte Kreuz ein Akt des Widerstands, trotz mehrfacher Zerstörung kehrten die Kreuze immer wieder zurück.

Fünf weniger bekannte Erlebnisse in Litauen

  1. Vögel an der Station Vente beobachten. Im Frühjahr und Herbst kannst du miterleben, wie Wissenschaftler Zugvögel fangen, vermessen, beringen und wieder freilassen.
  2. Den Baumwipfelpfad in Anyksciai gehen. Ein Steg führt 35 Meter über dem Waldboden entlang und bietet dir eine besondere Perspektive.
  3. Den Hexenberg bei Juodkrante erkunden. Dutzende geschnitzte Holzfiguren aus Sagen und Mythen erwarten dich im Wald.
  4. Cepelinai und Saltibarsciai probieren. Die deftigen Kartoffelklöße und die pinke kalte Rote-Bete-Suppe gehören einfach dazu.
  5. Eine ehemalige sowjetische Raketenbasis besuchen. Das Kalter-Krieg-Museum bei Plunge befindet sich in einem früheren Raketensilo tief im Wald.

Praktische Tipps für deine Leuchtturmreise

  • Die beste Reisezeit für die Küste ist von Mai bis September mit langen, hellen Tagen.
  • Litauen liegt in der Osteuropäischen Zeitzone.
  • Englisch wird in touristischen Gebieten weit verbreitet gesprochen.
  • Das Land gilt als sehr sicher.
  • Von Klaipeda erreichst du die Kurische Nehrung bequem per kurzer Fährfahrt.
  • Litauen ist Mitglied der EU und des Schengen-Raums.

Ein Licht, dem du folgen solltest

Litauen steht vielleicht nicht ganz oben auf deiner Reiseliste. Genau das macht es so besonders. Ein Aufenthalt im Leuchtturm ist mehr als nur eine Übernachtung. Du tauchst ein in Jahrhunderte Seefahrtsgeschichte, schläfst mit dem Klang der Ostseewellen ein und wachst in einer Landschaft auf, die nur wenige kennen. Von Klaipeda bis Vente erzählen Litauens Leuchttürme von Stärke, Schönheit und Überraschungen. Buche jetzt deinen Leuchtturm und lass die baltische Küste ihre leise Magie entfalten.

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