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Leuchtturm vermietung Bulgarien

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Bulgarien: Wo Berge auf das Schwarze Meer treffen

Im Südosten Europas gelegen, ist Bulgarien ein Land voller faszinierender Kontraste, das viele Reisende noch nicht wirklich entdeckt haben. Mit rund 110.994 Quadratkilometern auf der Balkanhalbinsel grenzt es im Norden an Rumänien, im Süden an Griechenland und die TR, im Westen an Serbien und Nordmazedonien und im Osten an das Schwarze Meer. Die 378 Kilometer lange Küste reicht von Sandstränden bis zu dramatischen Felsklippen, während dich im Landesinneren schneebedeckte Gipfel bis fast 3.000 Meter, fruchtbare Täler und uralte Wälder erwarten. Der höchste Punkt, der Musala im Rila-Gebirge, ragt 2.925 Meter hoch und ist der höchste Berg der gesamten Balkanhalbinsel. Bulgarien gehört zu den ältesten Staaten Europas und wurde im 7. Jahrhundert gegründet. Seit Januar 2026 ist der Euro die offizielle Währung, was das Bezahlen für internationale Besucher deutlich einfacher macht. Außerdem ist Bulgarien seit Januar 2025 Vollmitglied des Schengen-Raums, sodass du aus anderen Schengen-Ländern ohne Grenzkontrollen einreisen kannst.

Wächter des Schwarzen Meeres: Bulgariens Leuchttürme

Alle Leuchttürme Bulgariens stehen entlang der Schwarzmeerküste und erzählen gemeinsam eine spannende maritime Geschichte über mehrere Jahrhunderte. Entlang der Küste gibt es rund 32 dokumentierte Leuchttürme, betreut von zwei Zentren in Varna und Burgas. Die meisten entstanden im 19. Jahrhundert, als Bulgarien noch Teil des Osmanischen Reiches war. 1855 unterzeichnete der französische Kapitän Blaise Michel einen Vertrag mit der osmanischen Regierung zur Gründung eines Unternehmens für Bau und Wartung von Leuchttürmen. So entstanden Leuchttürme bei Varna, Shabla, Kap Emine, Kap Kaliakra sowie auf den Inseln St. Anastasia und St. Ivan. Nach der Unabhängigkeit setzte der junge bulgarische Staat den Ausbau fort und ersetzte veraltete Anlagen.

Leuchtturm Shabla: Ein Miniatur-Wunder der Antike

Das Schmuckstück unter Bulgariens Leuchttürmen ist der Leuchtturm von Shabla, der älteste und höchste an der gesamten Schwarzmeerküste des Landes. 1856 während der osmanischen Zeit erbaut, ist das markante Bauwerk 32 Meter hoch und steht am östlichsten Punkt Bulgariens, am Kap Shabla. Sein Licht reicht 17 Seemeilen weit und blinkt alle 25 Sekunden. Besonders außergewöhnlich ist sein Design: Man geht davon aus, dass er dem legendären Leuchtturm von Alexandria nachempfunden ist, einem der sieben Weltwunder der Antike. Der einzigartige achteckige Turm ist nicht nur für Bulgarien, sondern für die gesamte Schwarzmeerregion eine Besonderheit. Nach schweren Schäden durch das Erdbeben von 1901 wurde der Turm mit Stahlringen verstärkt und in den heute ikonischen roten und weißen Streifen gestrichen. 42 Jahre lang stieg der engagierte Wärter Ivan Hadzhiivanov täglich 132 Stufen hinauf, um das Licht zu reinigen und zu entzünden. Damit war er jeden Morgen der erste Mensch in Bulgarien, der den Sonnenaufgang am östlichsten Punkt des Landes erlebte. Rund um den 18. August, den Internationalen Tag der Leuchttürme, öffnet Shabla jährlich seine Türen für Besucher.

Leuchtturm Kap Kaliakra: Wo Legenden über den Wellen schweben

Auf einer spektakulären Landzunge, die sich zwei Kilometer ins Schwarze Meer erstreckt, steht der Leuchtturm von Kap Kaliakra in einem der geschichtsträchtigsten Naturschutzgebiete Bulgariens. Der Name Kaliakra stammt aus dem Griechischen und bedeutet „schöne Landzunge“ und genau das erwartet dich hier. Der erste moderne Leuchtturm wurde 1866 von der Compagnie des Phares de l'Empire Ottomane errichtet. Der heutige 10 Meter hohe zylindrische Steinturm mit Laterne und Galerie stammt aus dem Jahr 1901. Die Geschichte des Kaps reicht bis ins 4. Jahrhundert v. Chr. zurück, als thrakische Stämme hier Befestigungen errichteten. Im 14. Jahrhundert war es Hauptstadt des mittelalterlichen Despotats Dobrudscha. 1791 fand hier die größte Seeschlacht des Schwarzen Meeres statt, als Admiral Fjodor Uschakow die osmanische Flotte besiegte. Der bekannteste Mythos erzählt von 40 bulgarischen Jungfrauen, die sich aus Angst vor Gefangennahme durch osmanische Eroberer die Zöpfe zusammenflochten und sich von den 70 Meter hohen Klippen ins Meer stürzten. Ein Obelisk namens „Tor der 40 Jungfrauen“ erinnert daran. Heute liegt das Gebiet an der Via Pontica, einer wichtigen Vogelzugroute, wo du Delfine, seltene Greifvögel und zahlreiche Zugvogelarten beobachten kannst.

Leuchtturm St. Ivan: Relikte und seltene Vögel

Vor der Küste der antiken Stadt Sozopol liegt die Insel St. Ivan, mit 0,7 Quadratkilometern die größte bulgarische Insel im Schwarzen Meer. Ein 1884 von französischen Ingenieuren erbauter Leuchtturm weist noch heute Schiffen den Weg in die Bucht von Burgas. Doch die Navigationsgeschichte reicht weiter zurück: Nach der römischen Eroberung von Sozopol im Jahr 72 v. Chr. errichteten die Römer hier bereits einen Leuchtturm. Schon im 7. Jahrhundert v. Chr. war die Insel ein heiliger Ort der Thraker, später befand sich hier ein mittelalterliches Kloster. 2010 sorgte St. Ivan international für Schlagzeilen, als bei Ausgrabungen Reliquien entdeckt wurden, die Johannes dem Täufer zugeschrieben werden. Seit 1993 ist die Insel Naturschutzgebiet mit 72 nistenden Vogelarten, darunter drei weltweit bedrohte. Du erreichst die Insel per Boot von Sozopol aus und sie ist ein Muss an der Südküste.

Weitere Küstenleuchttürme, die du kennen solltest

Entlang der Küste findest du noch viele weitere charmante Leuchtfeuer. Der südlichste, der Leuchtturm von Ahtopol, wurde 1932 in Betrieb genommen und thront spektakulär auf Felsen am Ende eines Wellenbrechers. Der Leuchtturm auf St. Anastasia bei Burgas leuchtet seit 1914 an einem Standort, an dem bereits im 17. Jahrhundert ein Signalfeuer stand, und gilt als der hellste Bulgariens. Der Leuchtturm von Kranevo nahe Kap Ekrene hält mit fast 95 Metern über dem Meeresspiegel den Rekord für das höchste Feuer. Und der Hafenleuchtturm von Burgas war der erste Hafenleuchtturm des Landes, entzündet Ende des 19. Jahrhunderts.

Warum dich ein Leuchtturm-Urlaub in Bulgarien überraschen wird

Bulgarien zählt zu den unterschätztesten Reisezielen Europas und genau das macht es so reizvoll. Darum solltest du einen Leuchtturm-Aufenthalt hier ins Auge fassen:

  • Außergewöhnlich günstig: Bulgarien gehört zu den preiswertesten Reisezielen Europas, dein Budget reicht hier deutlich weiter als in Westeuropa.
  • Unberührte Küstenlandschaft: Das Schwarze Meer ist ruhig und nahezu tidenfrei, von den alten Griechen „Gastfreundliches Meer“ genannt. Es ist nur halb so salzig wie das Mittelmeer, mit flach abfallenden Sandstränden, Buchten, Klippen und Fischerdörfern.
  • Kulturen im Mix: Bulgarien liegt zwischen Ost und West. Römer, Griechen, Byzantiner und Osmanen haben Spuren in Küche, Architektur und Religion hinterlassen.
  • Einfache Anreise: Seit Januar 2025 Teil des Schengen-Raums und seit Januar 2026 mit Euro als Währung, das Reisen ist unkompliziert.
  • Weniger Trubel, mehr Authentizität: Anders als viele Mittelmeerziele bietet die Schwarzmeerküste noch echtes Entdeckergefühl ohne riesige Touristenmassen.

Versteckte Highlights und überraschende Erlebnisse

  • Rosental: Zwischen Balkangebirge und Sredna Gora bei Kazanlak liegt das weltgrößte Anbaugebiet für Rosenöl aus der Rosa Damascena. Bulgarien produziert mehr Rosenöl als jedes andere Land und es ist auf dem Weltmarkt wertvoller als Gold. Ende Mai bis Anfang Juni kannst du bei der Ernte mitmachen. Das Rosenfestival findet seit 1903 statt.
  • Tal der thrakischen Könige: Überschneidet sich mit dem Rosental und ist voller thrakischer Gräber aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Das Grab von Kazanlak gehört zum UNESCO-Welterbe.
  • Koprivshtitsa: Bergstadt und Zentrum des Aufstands gegen die Osmanen, heute ein Freilichtmuseum der nationalen Wiedergeburtsarchitektur des 19. Jahrhunderts.
  • Ruse, das „kleine Wien“: An der Donau an der Grenze zu RO, mit Neo-Barock- und Neo-Rokoko-Architektur sowie den UNESCO-Felsenkirchen von Ivanovo.
  • Belogradchik-Felsen und Festung: Spektakuläre Sandsteinformationen kombiniert mit einer Festung aus römischer Zeit.
  • Melnik: Kleinste Stadt Bulgariens mit Sandpyramiden, hervorragendem Wein und historischen Häusern, ideal als Tagesausflug ab Sofia.
  • Buzludzha-Denkmal: Verlassene, ufoartige Ikone brutalistischer Architektur auf einem Berggipfel.

Fünf Dinge, die nicht in jedem Reiseführer stehen

  1. Unterwasserarchäologie bei Kap Maslen: Schiffswracks, alte Mauern, Kanonen und Anker in kristallklaren Buchten.
  2. Vogelzug entlang der Via Pontica: Mit Fernglas zu Kap Kaliakra oder zu den Feuchtgebieten bei Shabla und Durankulak.
  3. Heilschlamm von Shabla Tuzla: Seit Jahrhunderten bekannt für seine therapeutische Wirkung.
  4. Apollonia-Festival in Sozopol: Zehn Tage Kunst, Musik und Kultur im September.
  5. Traditionelle Küche in einer Mehana: Probiere Banitsa, Shopska-Salat und Rosenmarmelade oder Rosenlikör.

Praktische Tipps für deine Leuchtturm-Auszeit

  • Währung: Seit 1. Januar 2026 gilt der Euro. Der feste Umrechnungskurs lag bei 1,95583 BGN zu 1 EUR.
  • Fortbewegung: Mietwagen ist ideal, um abgelegene Leuchttürme flexibel zu erreichen.
  • Beste Reisezeit: Mai bis September, Vogelbeobachtung besonders im Frühling und Herbst.
  • Sprache: Bulgarisch mit kyrillischem Alphabet, Englisch wird in Städten häufig gesprochen.
  • Sicherheit: Generell sicheres Reiseland, übliche Vorsicht genügt.

Bring dein nächstes Urlaubsziel zum Leuchten

Bulgarien belohnt neugierige Reisende mit Geschichte, Natur und Kultur in beeindruckender Vielfalt. Vom achteckigen Turm von Shabla über das vogelreiche Kap Kaliakra bis zur Insel St. Ivan mit ihrem französischen Leuchtturm von 1884 bieten Bulgariens Leuchttürme weit mehr als nur eine Unterkunft. Sie öffnen dir das Tor zu einer Küste, an der osmanische, thrakische, römische und byzantinische Geschichte aufeinandertreffen. Buche einen Leuchtturm in Bulgarien und lass dich vom Schwarzen Meer überraschen.

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